Selbsthilfegruppe für jung und jung gebliebene Schädel- Hirnverletzte

Bad Wildungen 2016


Ausflug nach Bad Wildungen/Reinhardshausen

Vom 22. April 2016 bis 24. April 2016 unternahmen vier Gruppenmitglieder einen Wochenend-Ausflug mit integriertem Reha-Kliniktest in Bad Wildungen. Genauer gesagt in Reinhardshausen, welches ein Ortsteil von Bad Wildungen war. Es war knapp 4 km vom Altstadtkern Bad Wildungens entfernt. Unser Ziel war, das Mediclin Rehazentrum am Hahnberg in Reinhardshausen für unsere geplante Präventionswoche an Sylvester 2016/2017 zu testen.

Foto: Mediclin Rehazentrum am Hahnberg

Nach dem wir am Freitag gegen 14.00Uhr in der Klinik ankamen, checkten wir ein und gingen gespannt auf unsere zugeteilten Zimmer, die sich im Haus Nr. 7 befanden. Die Zimmer waren sehr geräumig, sauber und behindertengerecht ausgestattet. Auch ein LED-Fernseher war auf dem Zimmer.

Foto: Zimmer in der Klinik

Kurze Wege in die Ortsmitte ermöglichte die zentrale Lage des Rehazentrums. Dadurch verwunderte es uns auch, dass die Umgebung sehr ruhig war. Noch am gleichen Tag, nach der Gepäckablage im Zimmer, trafen wir uns wenig später am Haupteingang der Klinik zu einer Ortsbesichtigung Reinhards-hausens. An diesem Tag hatten wir herrliches Wetter, welches uns dazu animierte, durch das Ortszentrum zu schlendern und ein Cafe aufzusuchen. Natürlich kam dabei auch das Windowshopping nicht zu kurz. Zum Leidwesen Jürgens, der an einem Geschäft nahezu kleben blieb und sich weitere Hausbewohner leistete.

Foto: Anja, Barbara und Tanja vorm Geschäft "Blickfang"

Da war zum Beispiel Joe, der ihm so ans Herz gewachsen war, das er ihn gleich mitnahm. Neben "Joe" stand noch "Erich", ein stolzer Hahn und die Raupe "Immersatt", die ganz traurig zum Joe schaute und der Dreh Hahn "Alf". Als Jürgen mit Joe, der über seine Schulter schaute, durch das Ortszentrum lief, war ihm die Aufmerksamkeit der dort anwesenden Frauen gewiss. Nach einer Weile fanden wir dann ein Lokal namens "Schickeria" und kehrten dort ein.

Foto: Joe, Anja und Barbara

Bei Sonnenschein saßen wir auf der Terrasse und genossen unsere Getränke. Während dem Pausieren dachte Jürgen immer an die anderen Kumpels von Joe, denn Joe's Traurigkeit konnte Jürgen einfach nicht länger ertragen und nahm sich vor, gleich am nächsten Morgen, Erich und Alf zu kaufen. So verging der Freitagnachmittag doch sehr schnell, sodass sich langsam das Abendessen näherte.

Foto: Anja und Barbara im Ortszentrum von Reinhardshausen 

Gegen 17.00 Uhr traten wir den Heimweg zur Klinik an und waren mittlerweile sehr hungrig geworden. Um 17.30 Uhr trafen wir uns dann im Speisesaal um unser Abendessen zu uns zu nehmen. Als wir den Speisesaal betraten, sahen wir das doch etwas spärliche Abend Buffett, das nur aus zwei Sorten Brot, ein paar Scheiben Wurst und Käse bestand. Nach dem wir das Abendessen hinter uns brachten, gingen wir kurz danach ins Ortszentrum, um weitere Lokalitäten für Sylvester zu testen. So besuchten wir den "Blauen Engel" und das Lokal "Schlürfchen". Als es so gegen 21.30 Uhr doch sehr frisch wurde, traten wir den Rückweg in die Klinik an, um ohne Umwege die Zimmer zur Nachtruhe aufzusuchen.

 Foto: Reinhardshausen bei Nacht

 

Samstag 23.04.2016

Gut geschlafen und bereit für neue Schandtaten brach der Samstagmorgen an. Wir waren schon mächtig gespannt auf das Frühstück.

"Ob da die Auswahl genauso bescheiden ist, wie beim Abendessen?"

Also trafen wir uns um 8.00Uhr an unserem Tisch. Schon beim herein gehen in den Speisesaal, fiel einem das sehr mager ausgestattet Frühstücks Buffett ins Auge.

Foto: Speisesaal

Während wir am Tisch zusammensaßen, besprachen wir unser Vorhaben für den heutigen Tag. Neben einer kurzen Klinikbesichtigung, beschlossen wir, gleich danach in die Ortsmitte von Reinhardshausen zu gehen, um die anderen Kumpels von Joe zu kaufen. Nach dem Mittagessen in der Klinik war ein Ausflug in die Altstadt von Bad Wildungen geplant. Am späten Nachmittag wollten wir dann ein paar Runden in dem Klinikschwimmbad drehen. So kam es dann auch. 

Anja, Barbara, Tanja und Jürgen gingen so gegen 10.00 Uhr in den Ortskern von Reinhardshausen. Jürgen kaufte noch Erich und Alf. Die Raupe "Immersatt" allerdings wurde immer trauriger, da Ihre drei Kumpels plötzlich nicht mehr da waren. Noch am selben Tag erbarmte sich Tanja, abends, die Raupe "Immersatt" mitzunehmen. So waren alle vier wieder vereint und waren glücklich beisammen.

 Foto (v.l.n.r.): Alf, Immersatt, Erich und Joe (Im neuen Zuhause) 

Schließlich war es schon 11.30 Uhr geworden, als wir zur Klinik zurück gingen, um das Mittagessen zu uns zu nehmen. Am Vortag wählten wir unser Essen aus. Es gab drei Mittagmenüs bestehend aus einem vegetarischen Essen, einem "ernährungsbewussten" Essen und einem Vollkostessen. Natürlich nahmen Tanja, Jürgen und Barbara das Vollkostessen und Anja das vegetarische Essen. Gespannt warteten wir auf die Menüs, welche kurze Zeit später an unseren Tisch gebracht wurden. Das Vollkostessen entsprach bei weitem nicht den Vorstellungen eines gesunden und schmackhaftem Klinik-essen. Nach dieser ernüchternden Erkenntnis, beschlossen wir, in Bad Wildungen später Kaffee trinken und Kuchen essen zu gehen, sowie abends in einem Lokal unser letztes Abendessen zu uns zu nehmen. So kam es, dass wir uns um 13.00Uhr am Klinik Eingang trafen zur Nachmittagsgestaltung. Also fuhren wir als erstes nach Bad Wildungen, welche einen sehr schönen Altstadtkern hatte.

 Fotogalerie: Altstadt Bad Wildungen 

Wir schlenderten gemütlich durch die Altstadt und machten dabei intensives Windowshopping. Nach einiger Zeit kamen wir an einem Cafe vorbei, gingen hinein und aßen herrlichen Kuchen. Das Wetter verschlechterte sich inzwischen zunehmend, sodass wir allmählich den Rückweg zum Auto antraten. So gegen 15.00 Uhr verließen wir Bad Wildungen und fuhren zu unserer Klinik zurück. Dort angekommen verabredeten wir uns um 16.00Uhr zum gemeinsamen Schwimmen im Klinikschwimmbad.

 Foto: Schwimmbad 

Das Wasser war angenehm temperiert und feucht, sodass wir alle viel Spaß beim Plantschen hatten. So gegen 17.00 Uhr verließen wir wieder das Schwimmbad und gingen auf unsere Zimmer. Unser Vorhaben war es, das heutige Abschlussabendessen in einem Lokal in der Ortsmitte von Reinhardshausen einzunehmen. Also trafen wir uns um 18.00 Uhr am Klinikeingang. Nach zehn Minuten Fußweg kamen wir In der Ortsmitte an. Dort fiel unser Augenmerk auf das Lokal "Himmel und Erde".

Fotos: Restaurant "Himmel und Erde" 

Kurz entschlossen traten wir ein und setzten uns an einen freien Tisch. Wenig später kam auch schon die Bedienung und brachte uns die Speisekarte. Hungrig und sehnsüchtig wählte jeder sein Essen und Trinken aus der Speisekarte aus. Es dauerte auch nicht lange, bis unser Essen kam. Genussvoll verdrückten wir jeden einzelnen Bissen.
"Endlich ein gutes Essen!" - dachten sich alle.
Nach dem Abendessen gingen wir noch zum Absacker trinken in die Schickeria, welches ein sehr schönes, freundliches und gemütliches Lokal war. So gegen 21.30 Uhr verließen wir die Schickeria und machten uns auf den Heimweg zur Klinik.

 Foto: Schickeria

Sonntag, 24.04.2016

Nach der Nachtruhe trafen wir uns alle um 8.00Uhr zum letzten Frühstück. Während dem frühstücken besprachen wir unsere Rückfahrt und zogen ein kleines Resümee über unseren Aufenthalt. Um 9.00 Uhr gingen wir auf unsere Zimmer, packten unsere Sachen und bezahlten unsere Rechnung an der Rezeption. So gegen 10.00 Uhr traten wir dann wieder die Heimreise an.

 

Fazit:
Der Aufenthalt war dort sehr schön. Das Klinikpersonal war freundlich und hilfsbereit. Der Ort, so klein er auch war, bot viele Möglichkeiten der Abendgestaltung. Viele Gaststätten, ein Tanzcafé, ein schöner Kurpark und eine sehr schöne Therme waren dort vorhanden. Also ideal für unser Vorhaben. Ernüchternd jedoch war die Verpflegung in der Klinik, die viele Wünsche offenließ, also der einzige Wermutstropfen bei unserem Test. Letztlich bleibt nur noch das Präventionsangebot offen, welches wir erst am Jahresende absolvieren können. Ob wir diese Klinik dennoch als unser Präventionsziel auswählen, bleibt abzuwarten.